Eine Feier der Reformen
Die Freiheitssäule mit ihrem zwanzig Meter hohen Obelisken und dem massiven Sockel aus norwegischem Granit ist bis heute das ultimative Denkmal für die Landreformen im Allgemeinen und die Abschaffung der Bauernzölle im Jahr 1788 im Besonderen. Es waren jedoch nicht die befreiten Bauern, die mit diesem Denkmal ihre Dankbarkeit zeigten. Im Gegenteil, es waren Kopenhagener Bürger und Beamte, die durch die intellektuelle Zeitschrift Minerva Im Jahr 1781 wurde eine Spendenaktion gestartet, um den Bau des Liberty Memorials zu finanzieren. Das Geld floss in Strömen, und es war genug Geld vorhanden, um einige der besten Bildhauer und Künstler des Landes mit der Gestaltung und Ausführung des Denkmals zu beauftragen.
Die glücklichen Stifter vertrauten darauf, dass die Abschaffung der königlichen Anleihe lediglich der Ausgangspunkt für weitere politische und soziale Reformen sein würde. Die Hoffnungen für die Zukunft wurden nicht dadurch getrübt, dass Kronprinz Frederik am 31. Juli 1792 selbst den Grundstein für die Freiheitsstiftung legte.


Es hatte sich viel verändert.
Als die Freiheitsstatue 1797 fertiggestellt und eingeweiht werden konnte, hatte sich seit den glücklichen Tagen der Reformation viel verändert. Proteste jütländischer Landbesitzer gegen die Abschaffung der königlichen Anleihe, wachsende Kritik an der autokratischen Herrschaft des Kronprinzen, rebellische Bauern und das zunehmende Chaos im revolutionären Frankreich hatten den Traum von politischen Reformen, aus dem die Freiheitsstatue entstanden war, gedämpft. Bezeichnenderweise wurde die Fertigstellung des Denkmals in den damaligen Zeitungen totgeschwiegen, und die Liste der Spender für die Freiheitsstatue wurde nie veröffentlicht.
Die Freiheitsstatue ist von vier Statuen in Form weiblicher Figuren umgeben. Sie tragen antike Kostüme, sind mit persönlichen Gegenständen aus aller Welt ausgestattet und erzählen von den Idealen, auf denen das Denkmal beruht. Aufgrund von Abnutzung und zunehmender Luftverschmutzung durch den starken Verkehr auf der Vesterbrogade wurden die vier Statuen in den 1990er Jahren durch neue ersetzt. Anschließend wurden die Statuen in das Dänische Landwirtschaftsmuseum gebracht, das heute das Grüne Museum ist. Die Statuen befinden sich noch immer hier, sodass man sie aus nächster Nähe betrachten kann.
