Das Green Museum erhält 4,3 Millionen für ein neues Forschungsprojekt

Anne Bjerrekær, Direktorin des Grünen Museums, und Sammlungsleiterin Esben Bøgh Sørensen vor den alten Rinderrassen des Museums.
In den kommenden drei Jahren wird das Grüne Museum gemeinsam mit der Universität von Süddänemark und der Universität Aarhus die Industrialisierung der dänischen Viehzucht nach dem Zweiten Weltkrieg untersuchen.
Fragen des Tierschutzes, des Klimas und der Umwelt spielen heute eine zentrale Rolle in der Agrardebatte. Erstaunlicherweise wissen wir jedoch wenig darüber, wann und wie die moderne, industrialisierte Tierhaltung entstand – und warum sie sich in diese Richtung entwickelte.
Forschungen zur jüngeren Geschichte der Viehhaltung
Das neue Forschungsprojekt ‘Tierhaltung im Wandel’ wird nun Aufschluss darüber geben. Das Grüne Museum hat von der Augustinus-Stiftung 4,3 Millionen DKK für ein dreijähriges Forschungsprojekt in Zusammenarbeit mit der Universität Süddänemark und der Universität Aarhus erhalten. Im Rahmen des Projekts untersuchen die drei Partner die Industrialisierung der Tierhaltung von der Nachkriegszeit bis heute.
Haustiere als lebendiges Kulturerbe
Das Projekt untersucht, wie Entwicklungen die Tierproduktion, das Verhältnis zwischen Mensch und Tier sowie unser kulturelles Verständnis von Nutztieren als lebendiges Kulturerbe verändert haben. Gleichzeitig stellt es die Tierproduktion in einen größeren historischen Kontext und beleuchtet deren Spannungsfeld zwischen Dänemarks Selbstverständnis als Agrarland und dem ökologischen Wandel, den die Landwirtschaft derzeit einleitet.
Forschungsbasiertes Wissen und dessen Verbreitung
Projektleiter Esben Bøgh Sørensen, Museumskurator und Leiter der Sammlungen des Green Museums, sagt:
“Die Tierproduktion spielt heute eine zentrale Rolle in einigen der wichtigsten gesellschaftlichen Debatten über Klima, Tierschutz und Landnutzung. Dennoch fehlt uns ein umfassendes historisches Verständnis der Entstehung der industrialisierten Tierhaltung. Dank dieser großzügigen Förderung von Die Augustine Foundation Wir haben nun die Gelegenheit, ein entscheidendes, aber bisher wenig beachtetes Kapitel der dänischen Geschichte zu untersuchen.”
Zur Forschungsgruppe gehören außerdem Paul Sharp (SDU), Mette Vaarst (AU) und Hanne Kongsted (AU).
Mit diesem Projekt stärkt das Green Museum seine Forschungsbemühungen und seinen Anspruch, mit forschungsbasiertem Wissen einen Beitrag zu leisten, der sowohl die öffentliche Debatte bereichern als auch die Grundlage für eine ansprechende Kommunikation mit den Besuchern des Museums bilden kann.
Das Projekt wird großzügig von der Augustinus-Stiftung unterstützt, die damit zu neuen historischen und interdisziplinären Erkenntnissen über ein Thema von großer gesellschaftlicher Relevanz – sowohl historisch als auch aktuell – beiträgt.

Beim ersten Treffen blieb auch Zeit, die alten dänischen Rinderrassen des Grünen Museums zu besichtigen.
Fakten:
Projekt: Haustiere in Not
Zeitraum: 2026–2028
Zuschuss: 4,3 Millionen DKK.
Förderer: Augustinus-Stiftung
