Pokale und Medaillen

Was könnten Sie gewinnen?

In den Anfangsjahren handelte es sich um eine Gold- oder Silbermedaille, deren Größe und Wert dem Umfang der Preisaufgabe angepasst waren. Sie war natürlich ein schönes Geschenk, aber vielleicht auch etwas unpraktisch zum Mitnehmen. Inspiriert von ähnlichen Gesellschaften und Preisverleihungen in Großbritannien beschloss die Agricultural Society daher 1804, die Preise aufzuwerten. Von Medaillen zu schönen und handlichen Silberpokalen, die im Regal auffallen und sowohl den Gewinner selbst als auch andere täglich an die geleistete Arbeit erinnern konnten.

Zu den Empfängern eines solchen Silberpokals gehörte 1806 auch der Bauer Jens Christiansen aus Bamberg. Bamberg hatte nicht nur seinen Hof aus dem Dorf verlegt und auf dem kahlen Feld wieder aufgebaut. Er hatte auch die Zeit und Energie aufgebracht, 14 Morgen Land zu bewirtschaften, die zuvor brach im Schlamm und Schlick lagen. Der fleißige Bauer hatte Gräben ausgehoben, damit das Wasser abfließen konnte. Doch damit nicht genug: Bamberg war nun damit beschäftigt, den Rest der Wiese von Moos und Unkraut zu befreien.

Silbermünze der Königlich Dänischen Landwirtschaftsgesellschaft
Silbermünze verliehen für „Belohnung für Fleiß und Einsatz zur Besserung des Vaterlandes“.
Ein Silberpokal der Königlich Dänischen Landwirtschaftsgesellschaft
Ein Silberpokal, der R. Nielsen 1805 für die „ordentliche“ Pflege seines Gartens verliehen wurde. Der von Steinmauern umgebene Garten umfasste 89 Obstbäume, Hopfen und Küchenkräuter.

Fleiß und Können

Im Jahr 1871 erhielt auch der fünische Bauer Jørgen Christensen einen gravierten Silberpokal von der Firma. In zwanzig Jahren hatte er nicht nur einen heruntergekommenen Bauernhof wieder aufgebaut, 26 Hektar mageres Heideland bestellt und seine Felder von großen Steinen befreit. Die Anstrengung, die in ganz Fünen Anklang fand und auch die Landhusholdningsselskabet in Kopenhagen erreichte, war der Einsatz des Bauern im Obstanbau. Christensen hatte 83 Apfel-, Birnen-, Kirsch- und Maulbeerbäume gepflanzt. Auf dem Hof selbst gab es zudem Platz und Überschuss, um Pappeln, Kastanien und Walnussbäume anzupflanzen. Es ist daher nicht verwunderlich, dass die Inschrift auf Jørgen Christensens Silberpokal ihn für seinen „Fleiß und sein Können“ lobt.

Bei der Herstellung der Silberpokale wurden keine Kosten gescheut. Die Herstellung der Preise wurde daher stets den besten Handwerkern und Silberschmieden Kopenhagens überlassen. Im Gegensatz zu Medaillen boten solche Pokale Platz für eine kleine Inschrift mit der Jahreszahl, dem Namen des Gewinners und vielleicht einer kurzen Beschreibung der erledigten Aufgabe. Die Inschrift konnte beispielsweise lauten: „Dem fleißigen Bauern“ oder konkreter: „Bertel Jensen für die gute Bewirtschaftung seines Landes mit dem Spaten“. Aus gutem Grund gelangte der Großteil dieser Pokale ins Land, wo sie seither von Generation zu Generation weitergegeben werden. Aus demselben Grund befindet sich heute nur noch eine begrenzte Anzahl dieser Preise in dänischen Museen.

Da die Inschrift auf einem Silberpokal naturgemäß nicht viel über die Qualität einer Arbeit aussagte, folgte dem Pokal bald ein Diplom. Bald darauf beschloss die Landwirtschaftsgesellschaft, dass ein Diplom an sich auch einen Preis darstellen könne.