Das Belohnungssystem
Von der Gründung im Jahr 1769 bis weit in die 1830er Jahre hinein war die gesamte Existenzgrundlage der Landwirtschaftlichen Gesellschaft in erster Linie an die Verleihung von Preisen und Ehrenauszeichnungen geknüpft. Diese waren nicht nur für Landwirte bestimmt, sondern auch Handwerker, Künstler, Geschäftsleute und andere, die sich durch besonders spektakuläre oder verdienstvolle Verdienste hervorgetan hatten.
Da Dänemark ein Agrarland war und das Unternehmen fast zeitgleich mit den großen Agrarreformen gegründet wurde, waren es vor allem Landwirte und andere Landbewohner, die von dem Unternehmen beschenkt wurden.
Das Verfahren bestand darin, dass das Management jedes Jahr Listen mit einer Reihe spezifischer Probleme und Aufgaben veröffentlichte, die das Unternehmen gerne gelöst sehen würde.


Theoretische Lösungen
Konkret ließen sich die Aufgaben in zwei Kategorien unterteilen: Theoretische und praktische Aufgaben.
Die theoretischen Aufgaben bestanden, wie der Titel schon sagt, aus der schriftlichen Beantwortung einer Frage. Die Frage konnte beispielsweise die Vorbereitung von „Eine kritische und vergleichende Betrachtung der ländlichen Lebensbedingungen in Dänemark, den Herzogtümern und einer Reihe europäischer Länder„Es könnte auch einen bodenständigeren Charakter haben. Das ist die Antwort auf die Frage“Über Thyeboe Cheese Properties und mehr„ein gutes Beispiel für.
Es waren meist bereits gut ausgebildete Menschen, Priester, Gutsverwalter und andere Beamte, die Zeit und Lust hatten, zur Feder zu greifen. Wurde die theoretische Aufgabe vom Unternehmen genehmigt, durfte der glückliche Gewinner als Bonus damit rechnen, dass die Lösung in einem der Bücher oder Zeitschriften des Unternehmens abgedruckt wurde. Auch andere fortschrittliche Menschen auf dem Land sollten davon profitieren.
Praktische Aufgaben
Die praktischen Aufgaben waren im wahrsten Sinne des Wortes deutlich bodenständiger und zielten klar auf die Verbesserung und Rationalisierung der Arbeit auf Feld, Wiese, Wald, Stall und Garten ab.
Hier wie bei den theoretischen Aufgaben konnte es sich um sehr spezifische und geographische Probleme handeln, die gelöst werden mussten. Beispielsweise konnte es sich um Versuche zur Verbesserung der Landwirtschaft auf Bornholm, den Tabakanbau rund um Fredericia oder die Errichtung neuer Zäune und das Pflanzen von Bäumen in einer einzelnen Gemeinde im östlichen Himmerland handeln.
Hier rückte der Fortschrittsgedanke in den Vordergrund, der sich mit den Agrarreformen um 1800 deutlich zeigte. Bauern, die den Mut hatten, mit der traditionellen Dorfgemeinschaft zu brechen und ihren Hof aufs freie Feld zu verlegen, waren willkommen. Auch Landwirte, die mit einer neuen Kulturpflanze wie der Kartoffel experimentierten oder aus eigener Initiative außergewöhnlich viel Arbeit in die Verbesserung der landwirtschaftlichen Flächen steckten, waren naheliegende Kandidaten für einen Preis.

Gesellschaftliche Entwicklungen beeinflussen das Prämiensystem
Die Art der Auszeichnung selbst änderte sich im Laufe der Zeit und unter dem Einfluss gesellschaftlicher Entwicklungen. In den 1830er Jahren stellte die Gesellschaft die Veröffentlichung theoretischer und praktischer Aufgaben ein, die sie lösen wollte. Dies ist wahrscheinlich darauf zurückzuführen, dass die Landreform nun in Kraft war und viel neues Land gerodet, entwässert und kultiviert worden war.
Die Gesellschaft vergab weiterhin Preise, doch nun ging es nicht mehr nur um die Lösung einer festgelegten Aufgabe. Der geografische Schwerpunkt verlagerte sich weiter nach Westen. In den 1850er- bis 1930er-Jahren waren es eher die Bauern und Pioniere, die die mühsame Arbeit der Kultivierung der riesigen jütländischen Heide auf sich nahmen, die für einen Preis der Gesellschaft infrage kamen.
